Der passive Bewegungsapparat

Einführung über Mastertool und folgende Arbeitsblätter:

Hier sind die Mastertooldateien. Diese alle in einen Ordner ablegen und dann den Ordner von Mastertool aus öffnen.

Um die Folien von Mastertool anschauen zu können benötigt man die kostenlose Basisversion (durch anklicken lädt sich die Datei herunter!)

Die Schüler erhalten folgenden Arbeitsauftrag:

In Zweiergruppen sollen die wichtigsten Gelenke in Googleclassroom in mind. 3 verschiedenen Ebenen dargestellt (Knochen, Bänder, beteiligte Muskeln benennen) das Gelenk und die Muskelansätze beschrieben, sowie in einem Film veranschaulicht werden.

Die dazugehörigen Infos erhält man unter:

3.4.1 Der Bandscheibenvorfall

Die häufigsten Symptome bei einem Bandscheibenvorfall sind:
  • Bei Belastung plötzlich auftretende oder stärker werdende Rückenschmerzen
  • Verhärtete Muskulatur im betroffenen Bereich der Wirbelsäule
  • Bei Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule (LWS):
    • Manchmal strahlt der Schmerz ins Gesäß oder Bein aus
    • Gelegentlich Kribbeln im Bein
    • Möglich sind auch Lähmungen der Beinmuskulatur
  • Bei Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule (HWS):
    • Nackenschmerzen
    • Manchmal strahlt der Schmerz in Arm, Hand oder Hinterkopf aus
    • Möglich sind auch Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Kältegefühl in Arm oder Hand
  • Im Extremfall Querschnittssyndrom mit Lähmungen und Sensibilitätsverlust
Was ist der Unterschied zwischen Hexenschuss und Bandscheibenvorfall?

Meistens ist die Bandscheibe zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbel oder zwischen dem fünften Lendenwirbel und dem Steißbein betroffen. In diesem Bereich verläuft auch der Ischiasnerv. Drückt der Bandscheibenvorfall auf diesen Nerv, strahlen die Rückenschmerzen häufig ins Gesäß oder ins Bein aus. Diesen akuten, starken Rückenschmerz nennt man auch „Hexenschuss„. Er kann ein Symptom für einen Bandscheibenvorfall sein, aber auch andere, harmlosere Ursachen haben.

Bandscheibenvorfall (Schematische Darstellung)

Was sind Risikofaktoren für die Entstehung eines Bandscheibenvorfalls?

In allererster Linie begünstigt eine jahrelange Fehlbelastung und Überlastung der Wirbelsäule einen Bandscheibenvorfall. Weitere Risikofaktoren sind:

  • höheres Alter (weil der Verschleiß mit der Zeit in aller Regel zunimmt und nicht abnimmt)
  • Übergewicht
  • dauerhafte Fehlhaltungen, z.B. bei viel sitzenden Menschen
  • ständige Überlastungen bestimmter Wirbelsäulenbereiche, z.B. durch häufiges Heben schwerer Lasten
  • schwach ausgeprägte Rückenmuskulatur

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Heben und Tragen: Richtige Technik schont den Rücken
Das Gewicht einer Last können Sie nicht beeinflussen. Sie können jedoch Körperhaltungen vermeiden, die Ihre Wirbelsäule unnötig beanspruchen.

Die wichtigste Regel lautet: Halten Sie den Rücken möglichst gerade. Heben oder tragen Sie Lasten nicht mit gekrümmtem, nach vorn gebeugtem Oberkörper oder mit einem Hohlkreuz.

Die Grafik veranschaulicht am Beispiel von zwei Personen, wie eine Last falsch und richtig aufgenommen wird. Falsch: Anheben der Last mit vorgebeugtem Oberkörper und gekrümmtem Rücken - Richtig: Anheben der Last mit geradem Rücken und gebeugten Knieen.

  • Treten Sie möglichst nah und frontal an die Last heran.
  • Spreizen Sie die Beine, gehen Sie in die Hocke und schieben Sie das Gesäß nach hinten.
  • Neigen Sie gleichzeitig den gestreckten Oberkörper durch Kippen im Hüftgelenk leicht nach vorn und greifen Sie die Last mit beiden Händen.
  • Stabilisieren Sie Ihren Körper durch Anspannen der Rücken- und Bauchmuskulatur.
  • Heben Sie die Last gleichmäßig mit gebeugten Knie- und Hüftgelenken und vorgeneigtem Oberkörper durch Strecken aller angewinkelten Gelenke an.
  • Heben Sie die Last möglichst nah am Körperschwerpunkt (Becken) an. Halten Sie beim Anheben der Last die Luft nicht an, versuchen Sie auszuatmen!
  • Heben Sie die Last niemals ruckartig an, sondern bewegen Sie den Körper gleichmäßig und kontrolliert.
  • Gehen Sie beim Absetzen in umgekehrter Weise wie beim Anheben vor.